Grenzerfahrungen am Forum Arbeit

05. November 2021

Das Forum Arbeit 2021 widmete sich dem Thema «Grenzen begegnen». Evelyne Binsack erzählte in ihrem Inputreferat von ihren Grenzerfahrungen beim Besteigen des Mount Everest. Beim anschliessenden Podiumsgespräch diskutierte sie mit Karl Bucher darüber, was man anhand von Grenzerlebnissen für das berufliche und private Leben lernen kann.

Über 100 Personen nahmen am Forum Arbeit teil, der Austauschplattform zwischen WAS wira Luzern, Arbeitgebenden und Partnern. WAS-Verwaltungsratspräsident und Regierungsrat Guido Graf sprach bei seiner Begrüssung darüber, welche Grenzerfahrungen er bei der COVID-19-Pandemie gesammelt hat. «Eine Routenplanung war nicht immer möglich und wir mussten einige Steilwände überwinden. Bei der Bewältigung dieser herausfordernden Situation wurde mir bewusst, dass wir alle zusammen eine Seilschaft bilden, die eng miteinander verknüpft ist.»

Die Extrem-Bergsteigerin Evelyne Binsack hat als erste Schweizerin alle drei Pole aus eigener Muskelkraft erreicht: den Gipfel des Mount Everest, den Südpol und den Nordpol. In ihrem Referat zeigte sie auf, wie wichtig die Willenskraft ist, um grosse Hindernisse überwinden zu können. Sie betonte aber auch, dass es bei Grenzerfahrungen wichtig sei, Situationen realistisch einschätzen zu können. Man muss jederzeit die Kontrolle über seine Impulse behalten und urteilsfähig bleiben, um zu erkennen, wann man an Grenzen stösst. Denn ein gestecktes Ziel kann nicht immer erreicht werden.»

 

Vorhandende Risiken kalkulieren

Unter der Moderation von Simon Kopp, Deicher | Kopp Kommunikation, diskutierten Evelyne Binsack und Karl Bucher, Inhaber und Geschäftsleiter Karl Bucher AG und Präsident des Verwaltungsrates der Rigi Bahnen AG, über ihre Erfahrungen mit Grenzsituationen. Karl Bucher findet es wichtig, dass ein Unternehmer im Voraus vorhandene Risiken einschätzt und ein Worst Cast Szenario definiert. «Als Firmeninhaber, der Verantwortung für viele Mitarbeitende trägt, will ich mich nicht Grenzsituationen aussetzen. Wir verfolgen auch anspruchsvolle Ziele. Diese wollen wir im Gegensatz zu Eveline Binsack aber auf dem einfachsten und schnellsten Weg erreichen.»

Martin Bucherer, Leiter WAS wira Luzern, zeigte am Schluss der Veranstaltung mit eindrücklichen Zahlen, an welche Grenzen der Kanton Luzern aber auch die wira-Mitarbeitenden durch die COVID-19-Pandemie gestossen sind. Die Anzahl von Stellensuchenden ist stark angestiegen, aber auch die Menge von Anträgen für Kurzarbeit. «Von März 2020 bis Oktober 2021 haben die wira-Mitarbeitenden beispielsweise über 45'000 Abrechnungen bearbeitet und WAS Wirtschaft Arbeit Soziales konnte rund 676 Mio. CHF an betroffene Betriebe auszahlen.»

Beim anschliessenden Apéro riche bot sich den wira-Mitarbeitenden die Gelegenheit, Kontakte zu den anwesenden Arbeitgebenden und Partnern zu knüpfen und sich über eigene Grenzerfahrungen auszutauschen.

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