Kurzarbeit infolge Coronavirus

Wichtiger Hinweis: Der Bundesrat hat am 25.03.2020 entschieden, dass die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit von 3 auf 6 Monate verlängert wird. Betriebe mit bereits bewilligter Kurzarbeit müssen nichts unternehmen, die Verlängerung wird automatisch gewährt.

Die Ansprüche auf Kurzarbeit wurden ausgeweitet. Nähere Angaben dazu können Sie der Medienmittelung des Bundesrates vom 20.3.2020 entnehmen.

Medienmitteilung Bundesrat

Die Voranmeldung von Kurzarbeit wurde im Zusammenhang mit dem Coronavirus vom SECO erleichtert. Um Kurzarbeit zu beantragen, müssen Sie zuerst folgendes Formular ausfüllen und per Post oder E-Mail einsenden, elektronisch an kurzarbeit@was-luzern.ch oder per Post an WAS wira Luzern, Kantonale Amtsstelle (KAST) und Recht, Bürgenstrasse 12, Postfach, 6002 Luzern.

Formular Voranmeldung Kurzarbeit (a.o. Formular COVID-19) Bitte nur 1x einreichen Papierpost oder E-Mail

Dem Formular beizulegen ist das Organigramm des Gesamtbetriebes (inkl. Personalbestand in den Organisationseinheiten).

Unternehmen die bereits eine Voranmeldung für Kurzarbeit eingereicht haben, können neue anspruchsberechtigte Mitarbeitende nachträglich und rückwirkend direkt der Arbeitslosenkasse melden.

Bitte beachten Sie:

Selbständigerwerbende, Eltern mit betreuungsbedürftigen Kindern unter 12 Jahren und Personen in Quarantäne müssen Ihren Anspruch auf Entschädigung bei Ihrer zuständigen Ausgleichskasse geltend machen. Die entsprechenden Informationen finden Sie unter

Entschädigung bei Erwerbsausfällen aufgrund Coronavirus

Nach Erhalt der Verfügung wird die von Ihnen gewählte Arbeitslosenkasse sich so schnell als möglich mit Ihnen in Verbindung setzen betreffend weiteres Vorgehen (bei Fragen dazu: kurzarbeit-alk@was-luzern.ch).

Kurzarbeitsentschädigung

Die Kurzarbeitsentschädigung ist eine Versicherungsleistung der Arbeitslosenversicherung (ALV). Die Arbeitslosenversicherung deckt den von Kurzarbeit betroffenen Arbeitgebenden über einen gewissen Zeitraum einen Teil der Lohnkosten, um Entlassungen vermeiden und Arbeitsplätze erhalten zu können. Als Kurzarbeit gilt die vorübergehende Reduktion der Arbeitszeit oder die vollständige Einstellung der Arbeit eines Betriebes oder einer selbständigen Betriebsabteilung. Die Reduktion muss wirtschaftlich bedingt und unvermeidbar sein.

Kurzarbeitsentschädigung wird auch ausgerichtet:

  • wenn wegen behördlichen Massnahmen (z.B. Strassensperren bei Lawinengefahr) die Angestellten den Arbeitsplatz nicht erreichen können und deshalb nicht gearbeitet werden kann;
  • wenn wegen zuviel oder zuwenig Schnee oder Wasser die Kunden ausbleiben und deshalb nicht gearbeitet werden kann (wetterbedingter Kundenausfall).

Nicht entschädigt werden Arbeitsausfälle,

  • die nicht vorübergehend sind;
  • die durch betriebsorganisatorische Massnahmen entstehen, wie z.B. Reinigungs-, Reparatur- oder Unterhaltsarbeiten;
  • die branchen-, berufs- und betriebsüblich sind, wie z.B. saisonale Beschäftigungsschwankungen.

Im Gegensatz zur Arbeitslosenentschädigung wird die Kurzarbeitsentschädigung an den Arbeitgebenden ausgerichtet. Jeder Arbeitnehmende hat jedoch das Recht, Kurzarbeit abzulehnen. Der Arbeitgebende muss diesen Arbeitnehmenden weiterhin den vollen Lohn auszahlen.

 

SECO - Staatssekretariat für Wirtschaft Arbeitsmarktservice – Stellenmeldepflicht arbeit.swiss Gemeindezuordnung RAV